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Jul

„Um die Ecke denken“ – Kunstgespräche zum temporären Kunstprojekt der Salzburg Foundation am Krauthügel Salzburg

Die Salzburg Foundation bietet über den gesamten Sommer, ein kostenloses Führungsformat an. Ausgehend von der temporären Kunstinstallation „Rüben“ von Andreas Slominski wird gemeinsam mit der Kunsthistorikerin und Kunstvermittlerin Mag. Anita Thanhofer (Durchblick Kunstvermittlung) um die „Ecke gedacht“ und zeitgenössische Kunst und Kunst im öffentlichen Raum in den Fokus gerückt.

Der deutsche Künstler Andreas Slominski inszeniert auf sehr subtile und rätselhafte Art und Weise den Krauthügel, der nicht nur der Festung Hohen Salzburg zu Füßen liegt sondern auch Träger einer bestimmten Fama ist. Legenden, Fallen und kleine Unwahrheiten in Kombination mit Objekten die uns an eine Strasse, einen Fahrradweg oder eine Maschine erinnern lassen als Puzzleteile, die das Gesamtkunstwerk „Rüben“ beschreiben. Kunst ein Rätsel? Die BetrachterInnen werden Teil der Inszenierung und können durch ihre eigene Reflektionskette mit dem inszenierten Ort und den Objekten das Rätsel ergründen.

„Über das Rundherum, aus dem Kanaldeckel heraus oder durch die Maschine hindurch über Kunst nachdenken und sprechen.“

Termine Kunstprojekt Krauthügel:
1. Juli – 30. September 2016, jeweils mittwochs, 18.30 Uhr und samstags, 10 Uhr
Treffpunkt: Krauthügel (vor der Installation), Hans-Sedlmayr-Weg, Salzburg / Dauer: 45 Minuten

Eintritt frei, das Vermittlungsprogramm ist kostenlos, keine Anmeldung erforderlich
Informationen zu den Führungen: Mag. Anita Thanhofer, www.kunst-durchblick.at/durchblick-blog

ANDREAS SLOMINSKI I RÜBEN
7.5.2016 – 30.9.2016, Krauthügel Salzburg

Ein Projekt der Salzburg Foundation in Kooperation mit der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. und der Erzabtei St. Peter

Eine Straße, ein Fahrradweg, eine Erntemaschine und Rüben: Die Grundbausteine von Andreas Slominskis Installation, die er eigens für das Kunstprojekt Krauthügel entwickelt hat, sind gleichermaßen banal wie ungewöhnlich. Die Zusammenstellung und Platzierung der Objekte irritiert – eine Art Markenzeichen des Künstlers, der für seine „ästhetische Feldforschung“ beiläufiges Alltagsgut verfremdet, um ihm neue Bedeutungen zu entlocken. Slominskis Straße und sein Radweg sind dreidimensionaleIdeen. Hier findet keine Bewegung von Mensch und Fahrgerät statt, sondern der Transport von Kunst, vom Gedanken des Künstlers in den Kopf des Betrachters. Die beiden Fahrwege „rollt“ Slominski zu einem großen Zylinder bzw. Oval auf – reine Formen, die ihre ursprüngliche Funktion eingebüßt haben. Das Nutzobjekt schlechthin, die Straße, wird zur Skulptur, flankiert von einem symbolischen Rübenfeld. Mit der Rübe wird die Salzburger Stadtgeschichte Teil des Werks, in Gestalt des Fürsterzbischofs Leonhard von Keutschach, der weiße Rüben in seinem Wappen trug. Er baute u.a. die Festung Hohensalzburg aus, die das Krauthügel-Panorama prägt und damit auch Teil der Installation wird.

Andreas Slominski wurde 1959 in Meppen (DE) geboren. Er hat er an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg studiert, wo er seit 2004 als Professor für Bildhauerei lehrt. Der Künstler hat zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in namhaften Museen und Galerien bestritten, u.a. auf der Biennale von Venedig, den Skulptur Projekten Münster und in der Wiener Sezession. Slominski lebt und arbeitet in Hamburg und Berlin.

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